Einfache Sache: Kfz-Werkstätten, die auch in Zukunft die AU, SP oder GAP durchführen möchten, können laut Detlef-Peter Grün, Inhaber von KFZ-Grün, dem AÜK-System beitreten. Bild: Verband des Kfz-Gewerbes Nordrhein-Westfalen e.V.

Einfache Sache: Kfz-Werkstätten, die auch in Zukunft die AU, SP oder GAP durchführen möchten, können laut Detlef-Peter Grün, Inhaber von KFZ-Grün, dem AÜK-System beitreten. Bild: Verband des Kfz-Gewerbes Nordrhein-Westfalen e.V.

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AÜK: Eine neue Marke steht für Prüfqualität

Um zukünftig amtliche Fahrzeuguntersuchungen sowie -prüfungen durchzuführen, muss man entsprechend akkreditiert sein. Das QM-System ‚AÜK‘ vereinfacht den Prozess.

AÜK steht für ‚Akkreditierte Überprüfung im Kraftfahrzeuggewerbe‘. Zum Hintergrund: Ab dem 1.6.2021 benötigen alle Kfz-Betriebe eine Akkreditierung nach ISO 17020, um amtliche Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen anbieten zu können. Die entsprechenden Vorschriften des Bundesverkehrsministeriums basieren auf Vorgaben aus Brüssel. Die Alternative zur aufwändigen eigenen Akkreditierung ist, sich dem akkreditierten System der ‚AÜK‘ des Kraftfahrzeuggewerbes anzuschließen. Dabei handelt es sich um ein Qualitätsmanagementsystem (QMS), das der Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks derzeit aufbaut.  Alle amtlichen Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen im Kraftfahrzeuggewerbe sollen zukünftig unter der Marke ‚AÜK‘ zusammengefasst werden. Bei der Entwicklung des QMS wurde dem ZDK zufolge darauf geachtet, den zeitlichen und finanziellen Aufwand der Kfz-Werkstätten so gering wie möglich zu halten.

 

Zurzeit läuft parallel die offizielle Akkreditierung des Systems durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). „Sobald die Ampel auf Grün steht, geht es los. Wenn alle Betriebe mitmachen, schaffen wir es, eine bundesweite Marke zu etablieren. Wie ‚Tempo‘ für Papiertaschentücher soll ‚AÜK‘ dann für amtliche Untersuchungen und Prüfungen in Kfz-Werkstätten stehen“, so Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks und Vizepräsident des ZDK.  

 

Um das neue System bekannt zu machen und die Werkstätten einzubinden, stehen den Kfz-Innungen verschiedene Kommunikationsmaterialien zur Verfügung. Auf der Webseite www.auek.de finden anerkannte Kfz-Werkstätten wichtige Informationen zu ‚AÜK‘ sowie ein Formblatt, mit dem sie dem System direkt beitreten können. Zusätzlich informieren zwei Podcasts. Ein Fragen-Antworten-Katalog und eine Argumentationshilfe für die eigene Durchführung der Abgasuntersuchung ergänzen die Webseite.

 

Anerkannte Kfz-Werkstätten können sich dem System jetzt schon anschließen. Die Werkstatt bestätigt zunächst nur ihre vertragliche Einbindung in das QMS. Im Anschluss verpflichten sich die verantwortlichen Personen (Inspektoren), bei der Durchführung der amtlichen Fahrzeuguntersuchung neutral zu sein und die Vorgaben des QMS zu befolgen.

 

In Kürze werden das QMS des Bundesinnungsverbandes sowie eine Stichprobe der beigetretenen Kfz-Werkstätten von der DAkkS begutachtet. Ist die DAkkS einverstanden, erhält der Bundesinnungsverband mit den angeschlossenen verantwortlichen Personen (Inspektoren) die Akkreditierung und AÜK geht an den Start.

Die AÜK ist eine Investition in die Zukunft. Die Abgasuntersuchung muss auch zukünftig elementarer Bestandteil unserer Serviceleistungen sein und dient der Kundenbindung. Melden Sie sich auf jeden Fall unter www.auek.de an und nutzen Sie die Vorteile!

 

 

Detlef Peter Grün

Werkstattinhaber 1a autoservice Grün,
Obermeister der Kfz-Innung Hagen/Ennepe-Ruhr,
Vorstandsmitglied im Kfz-Landesverband NRW

 

Beitrag: Georg Blenk, Krafthand Medien

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