AUTOPRO KONZEPTPARTNER BEYER UND SIEMENS IN ST. AUGUSTIN

Allround-Werkstatt

Marken- und Qualitätsbewusstsein, kombiniert mit Tradition und Moderne sowie kundenorientierter Fachkompetenz.

Unser Besuch der Konzeptwerkstatt Beyer & Siemens in der Eifelstraße wird begleitet von kontinuierlichem Dauerregen, düsteren Wolkenwänden und ungemütlichen Windböen – fürwahr keine idealen Begleitumstände.

 

Zum Ausgleich erwartet uns ein herzlicher Empfang von Inhabergattin Beate Rings-Beyer, der wir den Umstand verdanken, dass überhaupt kurzfristig ein Termin für diese Ausgabe zustande gekommen ist.

Unser Interview mit Inhaber Horst Beyer im Wortlaut:

Zunächst erlauben Sie uns die Nachfrage wegen Ihres Firmennamens Beyer & Siemens. Im Internet zeichnen Sie als alleiniger Inhaber…

 

"Das hat seinen Ursprung in der Historie. Mittlerweile führe ich das Unternehmen aber allein."

Im Kundenbereich haben wir Einblick in zahlreiche Insignien Ihrer vieljährigen beruflichen Vergangenheit nehmen dürfen. Kann man daraus ableiten, dass Sie in Ihrer heutigen Selbständigkeit weiterhin Sympathien für gewisse Herstellermarken hegen?  

 

"Ich habe tatsächlich mehr als 30 Jahre in einer hiesigen VW/Audi Markenwerkstatt gelernt und gearbeitet – sowohl als Mechaniker, später dann als Meister und im Verkauf, aber grundsätzlich fühlen wir uns hier auch als Mehrmarkenwerkstatt sehr wohl. Das gilt übrigens nicht nur für deutsche Fabrikate, sondern auch für französische und asiatische."

Was hat Sie nach dieser langen Zeit bewogen, den Schritt in die Selbständigkeit zu gehen?

 

"Als in den Jahren 2009, 2010 die Absatzzahlen bei VW immer stärker rückläufig wurden, hat mein damaliger Chef seinen Betrieb verkauft. Unter den neuen Eigentümern änderten sich die Arbeitsbedingungen, die ich für mich als unakzeptabel empfand und habe daraufhin den Schritt in die Selbständigkeit gewagt."

Kurioserweise in direkter Nachbarschaft zu Ihrem früheren Arbeitsplatz…

 

"Ja, ich arbeite immer gern dort, wo ich wohne. Damals habe ich etwa ein halbes Jahr nach dem geeigneten Standort Ausschau gehalten, bis ich erfuhr, dass diese Halle – nur einen Steinwurf von meinem ehemaligen Arbeitsplatz entfernt – zur Verfügung stünde.

Also habe ich mich als Mieter beworben und diese ehemals als Lagerhalle genutzte Betriebsfläche zur heutigen Werkstatt umgebaut."

Unschwer zu erkennen sind auch die bereits getätigten Investitionen…

 

"Richtig. Wir haben nochmals ordentlich Geld in die Hand genommen, um den neuesten gesetzlichen Richtlinien Rechnung zu tragen hinsichtlich Abgasverordnung, Scheinwerfereinstellplatz oder 3D Achsmessstand, damit wir unsere Philosophie, dem Kunden das Rundum-Sorglos-Paket anzubieten, erfolgreich fortsetzen können."

Welche Vorteile lassen sich aus dieser Technologie ableiten?

 

"Nehmen Sie als Beispiel das Protokoll unseres neuen Achsmesstands: Bei den früheren optischen Geräten konnte man dem Kunden zwar ein Datenblatt ausdrucken und mitgeben, aber diese Anschaulichkeit der Informationen war dabei nicht gegeben. Der Bediener musste die Messwerte handschriftlich ergänzen.

 

Außerdem dauert der gesamte Messvorgang an diesem Arbeitsplatz nur einen Bruchteil der früheren Zeit. Hier muss das Fahrzeug lediglich ein kurzes Stück zurück und wieder nach vorn bewegt werden, und der Messstand ermittelt daraufhin sämtliche benötigten Werte. Außerdem benötigt dieser Achsmessstand nur eine geringe Stellfläche, was uns natürlich bei der Werkstattbelegung hilft."

Wozu wird dieses Gerät eingesetzt?

 

"Das ist ein Getriebeölspülgerät für Automatikgetriebe, das auch nicht alle Werkstätten vorhalten."

Sie haben zwei Söhne. Der ältere verfügt über einen krisensicheren Job im IT-Bereich, der jüngere – Jannik – scheint trotz seinen frisch angetretenen Studiums aber Interesse für die Werkstatt mitzubringen…  

 

"Er ist jetzt 19 und hat sich noch nicht wirklich festgelegt. Sollte er sich dazu entschließen, diesen Weg zu gehen, würden wir ihm natürlich alle Möglichkeiten offen halten.

Man muss natürlich sehen, dass man als Selbständiger keinen geregelten Jahresurlaub hat und stets auch ein gewisses Risiko übernimmt."

Und wenn es dann für die obligatorischen zwei Wochen Urlaub reicht, geht’s mit dem Youngtimer auf große Fahrt?

 

"Nein – nicht unbedingt. Wir verbringen unseren Urlaub auch gern mal zu Hause. Wir wohnen ja ganz in der Nähe und unweit unseres Hauses liegt der heimische Golfplatz, den wir dann gern mal intensiver nutzen. Aufgrund der Geselligkeit beteiligen wir uns dann schon mal mit Freunden an gemeinsamen Golfreisen.

 

Außerdem gehen wir nie länger als zwei Wochen hintereinander in Urlaub, weil wir während dieser Zeit auch immer den Betrieb schließen. Jetzt haben wir im Mai die Zusage von WM bekommen, dass wir an der AIDA Tour teilnehmen dürfen – somit werden wir dann auch Betriebsferien machen. "

Ihre Frau hält Ihnen als gelernte Steuerfachkraft in Steuerfragen den Rücken frei. Haben Sie sich seinerzeit beim Steuerberater kennengelernt?

 

Beate Rings-Beyer (lachend): "Nein, ich habe bei ihm ein Auto gekauft!"

 

Horst Beyer ergänzt: "Das war noch an meiner damaligen Wirkungsstätte."

Haben Sie sich damals allein selbständig gemacht?

 

"Nein, mit einem ehemaligen Kollegen – daher auch die noch immer geltende Firmenbezeichnung mit dem Doppelnamen. Nach 7 gemeinsamen Geschäftsjahren haben wir uns getrennt."

Seit wann sind Sie Ausbildungsbetrieb?

 

"Seit 7 Jahren."

 

Ist jemand von den ehemaligen Auszubildenden hier geblieben?

 

"Es ist einer wieder zurückgekommen."

Wie verhalten Sie sich Kunden gegenüber, die ein Fahrzeug vorführen, wofür Ihnen das passende Werkzeug oder Equipment fehlt?

 

"Wir kooperieren mit verschiedenen befreundeten Werkstätten, von denen wir wissen, welche Spezialgebiete dort abgedeckt werden. Dann spricht man miteinander und hilft sich dementsprechend aus. Solange das auf Gegenseitigkeit beruht, funktioniert dieses Solidarprinzip.

Manchmal kommt es vor, dass wir ein Fabrikat reparieren sollen, das man höchstens einmal im Jahr vorgeführt bekommt. Wenn man dafür ein Werkzeug kaufen müsste, das knapp tausend Euro kostet, lohnt sich der gesamte Aufwand nicht.

 

Hat sich hingegen ein langjähriger Kunde ein anderes Fabrikat gekauft als sein bisheriges und wünscht ausdrücklich, von uns bedient zu werden, ist man schon bereit, das eigene Werkzeugrepertoire zu erweitern, um die langfristige Kundenbindung fortführen zu können."

…und damit Ihnen die Kundenbindung weiterhin gut gelingt, räumen wir jetzt mal das Feld.

Herzlichen Dank für Ihre spontane Bereitschaft, uns Rede und Antwort zu stehen und weiterhin viel Erfolg – auch beim Handicap!

Text + Bilder: Werbeagentur Malguth | www.malguth.com

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