Das Team vom Autohaus Bardowicks. Es fehlen 5 Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht zur Verfügung standen. Bild: H. Malguth

Das Team vom Autohaus Bardowicks. Es fehlen 5 Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht zur Verfügung standen. Bild: H. Malguth

Zurück

AUTOteam plus Konzeptpartner Autohaus Bardowicks in Buchholz

Auf dem Sprung in die 1. Liga

Mirco Bardowicks führt seine Werkstatt mit nordischer Gelassenheit. Bereits in dritter Generation steht das Familienunternehmen mit seinem funktionierenden Konzept für Qualität und Zuverlässigkeit in Sachen Fahrzeugtechnik.

In der 44.000-Einwohner-Stadt Buchholz (südwestlich von Hamburg gelegen) besitzt der Firmenname Bardowicks einen klangvollen Namen: Bereits in den 60er Jahren führt der Großvater des heutigen Firmeninhabers in der Nachbargemeinde ein Fahrradgeschäft mit angeschlossener Tankstelle. 1968 erfolgt die Firmenansiedlung zum heutigen Standort, und zu Beginn der 70er Jahre übernimmt Mirco Bardowicks‘ Vater die Geschäftsführung – nun aber als VW Vertragshändler und somit als Autohaus. Er ist es dann auch, der im Laufe der folgenden Jahrzehnte in Anbetracht einer kontinuierlich guten Geschäftsentwicklung durch Zukauf der benachbarten Grundstücke den Grundstein für den heute recht ansehnlichen Firmensitz legt. Sein Sohn Mirco absolviert zunächst eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker und arbeitet später als Kfz-Meister in einem VW Autohaus in Jesteburg.

Mirco Bardowicks zur Geschichte vom AUTOteam plus Betrieb.

 

Als mein Vater dann 2003 in den Ruhestand ging, fungierte unser Familienbetrieb bereits als freie Werkstatt. Unter der Flagge von VW wollte auch ich den Betrieb nicht fortführen. Die Margen stagnierten schon damals, und die Auflagen seitens der Wolfsburger Konzernleitung standen dazu in keinem gesunden Kontext. Eigentlich sollte der gesamte Komplex dem Neubau eines Lidl Markts weichen, doch dem dafür aufgelegten Bebauungsplan blieb seinerzeit die Zustimmung verwehrt.

Mirco Bardowicks. Bild: H. Malguth

Also übernahm ich die Geschicke des Autohauses Bardowicks als freie Werkstatt – wenngleich auch mit einem Stotterstart: Die neue Außenwerbung war gerade montiert, neue einheitliche Arbeitskleidung und passendes Büromaterial bestellt, als der uns betreuende Außendienstmitarbeiter um die Ecke kam, um den Verkauf unseres damaligen Teilehändlers zu verkünden »Wir sind gekauft worden. Daher dürft ihr eure Werbung unter dem bisherigen Erscheinungsbild nicht fortführen und müsst umfirmieren!« So durften wir nicht mehr als ad Auto Dienst auftreten, wurden zu Auto Partner, und seit 2017 sind wir AUTOteam plus. Nur eins konnte uns bis heute niemand absprechen – unseren Namen als Autohaus Bardowicks.

 

Sie können sich glücklich schätzen, dass Ihr Betrieb an einer so stark befahrenen Straße liegt. Gefährdet der aktuelle Bebauungsplan Ihre exponierte Lage?

 

Dazu muss man wissen, dass die Verkehrssituation hier in Buchholz schon eine besondere ist: Der Bahndamm unmittelbar hinter unserem Grundstück trennt die Stadt in zwei Hälften. Als eine von nur zwei Verkehrsverbindungen zur anderen Seite dient ein einspurig befahrbarer Tunnel. Die Zufahrt führt exakt neben unserem Grundstück vorbei. Die zweite Strecke führt über eine Brücke, die sich einige Autominuten von hier entfernt befindet. Der neue Bebauungsplan sah vor, den Tunnel künftig zweispurig zu gestalten.
Dieses Vorhaben scheiterte aber am Einspruch einiger Anlieger und den taxierten Kosten von 36 Mio.Euro – gegenüber zuvor geplanten 20 Mio. Nun soll eine Umgehungsstraße das Aufkommen von täglich 18.000 Fahrzeugen aufnehmen. Die geplante Trasse soll dann aber ebenfalls unmittelbar neben unserem Firmengrundstück – nur auf der entgegengelegenen Seite – vorbeiführen. Das besagt der nun gültige Bebauungsplan aus dem Jahr 2017. Wir können die Umsetzung also ganz entspannt abwarten.

Offiziell sehen Sie sich als Mehrmarkenwerkstatt. Liegt Ihr Schwerpunkt dabei auf bestimmten Fabrikaten?


Sicher sind VW, Audi und Skoda hier stark vertreten. Das liegt aber auch an der hohen Dichte an Skoda-, VW- Opel und Mercedes-Händlern hier im Umkreis. Hyundai ist aber hier auch ganz stark repräsentiert. Wir reparieren und warten aber nahezu alle Marken.

Sie verfügen über eine komfortable Grundstücksgröße. Sind Ihrerseits weitere Ausbauten geplant?

 

Wir werden weiter modernisieren, haben verschiedene Nachbargebäude aber auch vermietet (u.a. an die GTÜ, die für uns auch die Hauptuntersuchungen durchführt). Etliche Flächen nutzen wir als Stellplätze für Wohnmobile und Kundenfahrzeuge. Wir hatten zu meines Vaters Zeiten eine eigene Lackiererei hier, aber die Halle ist jetzt auch vermietet und Lackierarbeiten vergeben wir an befreundete Unternehmen.

Der AUTOteam plus Betrieb Bardowicks. Bild: H. Malguth
Sämtliche Arbeitsplätze verfügen über ausreichend Bewegungsfreiheit für die Mitarbeiter. Bild: H. Malguth

Sie beschäftigen ein relativ großes Team. Dafür benötigen Sie bekanntlich auch den einen oder anderen Kfz-Meister…


Ja, wir sind mit meinem Cousin, der Meister ist, mit mir und meinem Vater insgesamt drei. Zudem kümmert sich noch ein Servicetechniker um die Annahme.

Haben Sie denn auch Kundschaft aus dem Randgebiet Hamburgs?


Buchholz selbst hat 44.000 Einwohner mit den Dörfern ringsum. Wir arbeiten für zwei Firmen aus Hamburg, wo wir Autos aus dem Hafen abholen, aber ansonsten ist unser Einzugsgebiet schon groß genug.

 

Wie sehen Sie so generell die Auflagen, die von Gesetzes wegen erfüllt werden müssen, um als freie Werkstatt den Vertragshändlern gegenüber als ebenbürtig eingestuft zu werden?


Es wird wohl irgendwann darauf hinauslaufen, dass die freien Werkstätten sich auf vier/fünf Marken konzentrieren und nicht mehr alle abdecken werden. Gerade beim Thema digitales Serviceheft handhabt es jeder anders. Das kann man irgendwann nicht mehr alles schulen.

 

Wie sehen Sie die Entwicklung des Marktes generell?

 

Niemand weiß zurzeit, wo uns der Ruf nach der Elektromobilität hinbringt. Ich persönlich glaube nicht, dass sie sich durchsetzt. Hier in Buchholz verfügen wir bis jetzt über vier öffentliche Ladestationen. Wenn man das wirklich pushen will, dann muss da deutlich mehr passieren. Aktuelles Beispiel: Zu uns kommen schon einige Kunden mit den kombinierten Hybridfahrzeugen. Wenn wir die Autos dann zur Inspektion checken, liegt das E-Ladekabel meistens noch eingeschweißt hinten im Kofferraum. Die Kunden entscheiden sich aufgrund der günstigen Leasingrate für diese Modelle, tanken statt Strom dann aber konventionell an der Zapfsäule.

Seit 20 Jahren sind die GTÜ und Firma Bardowicks kooperierende Nachbarn auf demselben Grundstück. Bild: H. Malguth

Über wieviele Bühnenarbeitsplätze verfügen Sie hier?


Insgesamt zwölf.


Zum Abschluss unseres Gesprächstermins begeben wir uns noch auf einen Kaffee ins eigentliche Chefbüro des Inhabers. Dabei fällt unser Blick auf ein Mannschaftsfoto mit jungen Sportlerinnen:

 

Die Handball-Luchse von Buchholz 08 - Rosengarten. Bild: H. Malguth

Welchen Bezug haben Sie zu diesem Foto?


Das ist das Damen-Handballteam aus Buchholz, aktuell Tabellenführer der 2. Bundesliga, mit großen Ambitionen, in die 1. Liga aufzusteigen. Ich bin dort Sponsor und stelle dem Verein für Auswärtsspiele auch unsere Fahrzeuge zur Verfügung. Wenn ich Zeit habe, fahre ich auch gern selbst. Das ist ein schönes Hobby. Ich gehöre nämlich nicht zu jener Spezies von Kfz-Schraubern, die in ihrer Freizeit an irgendwelchen Autos herumhantieren. Da widme ich meine Zeit lieber dem hiesigen Handballsport. Außerdem spiele ich aktiv Golf.

Dann drücken wir dem Team der Handball-Luchse an dieser Stelle mal die Daumen für den geplanten Aufstieg in die Bundesliga!

 

Wir danken Ihnen, dass Sie uns für dieses Interview zur Verfügung gestanden haben.

Beitrag: H. Malguth

Zurück

NEWSLETTER