Das Autoteam Schade v.l.n.r.: Martin Töpfer, Octavian Cebotari, Torsten und Julia Schade. Es fehlen: Jürgen Herer und Ronny Zimmermann.
Das Autoteam Schade v.l.n.r.: Martin Töpfer, Octavian Cebotari, Torsten und Julia Schade. Es fehlen: Jürgen Herer und Ronny Zimmermann.

Das Autoteam Schade v.l.n.r.: Martin Töpfer, Octavian Cebotari, Torsten und Julia Schade. Es fehlen: Jürgen Herer und Ronny Zimmermann.

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AUTOteam plus Markenpartner Schade in Coswig

Vom Glück des Tüchtigen

Der Werdegang von KFZ-Mechaniker Torsten Schade dokumentiert, dass man auch mit unkonventionellen Methoden einen erfolgsorientierten Betrieb aufbauen kann.

 

Mitte Juni 2019 besucht unsere Redaktion erstmals eine Konzeptwerkstatt im Osten der Republik. Unsere Wahl ist auf den AUTOteam plus Markenpartner Torsten Schade in Coswig vor den Toren Dresdens gefallen. Vom Inhaber und seiner Frau werden wir mit großer Vorfreude und einem Anflug von Stolz empfangen. Torsten Schade legt laut eigener Aussage großen Wert auf geordnete Verhältnisse am Arbeitsplatz. Unser Eindruck vom Kundenbereich und der Werkstatt bei unserer Ankunft bestätigt diese Aussage. Auch bei anderen Äußerlichkeiten outet sich Torsten Schade als Ästhet:

»Im Büro trage ich gern unsere neuen Shirts in hellgrün, die wir auf der letzten Werkstattmesse gekauft haben. Wenn ich zum Arbeiten in die Werkstatt gehe, wechsle ich auf grau oder schwarz. Die sind auf jeden Fall unempfindlicher. Aber die grünen Shirts gefallen uns schon sehr gut – endlich mal wieder etwas mit Farbe!«

Dann schildern Sie uns mal, wie hier alles begonnen hat...

»Also – angefangen habe ich exakt am 1. September 2000 – und zwar in einer kleinen Werkstatt, die aus einem ehemaligen DDR-Betrieb hervorgegangen ist. Zuvor hatte ich in einem großen VW Betrieb eine Ausbildung zum KFZ- Mechaniker absolviert. Anschließend meinte mein damaliger Chef aufgrund meiner rethorischen Fähigkeiten, in mir den geborenen Verkäufer zu erkennen und ließ mich den damals komplett neu geschaffenen Beruf des Auto- mobil-Fachverkäufers erlernen.

Allerdings hatte ich so meine Probleme mit den Hierarchien eines großen Verkaufshauses: Hier musste zunächst der Werkstattmeister die Fahrzeuge begutachten, ehe diese dann angekauft werden durften. Ich hingegen nahm mir dann immer mal wieder die Freiheit, die Inaugenscheinnahme selbst vorzunehmen, was aufgrund meiner Vorausbildung für mich eine Selbstverständlichkeit war. Aus den daraus resultierenden Konflikten entstand bei mir die Idee, mich selbständig zu machen.«

Und heute betreiben Sie Ihr Unternehmen als Fachwerk- statt mit angebundenem KFZ-Handel. Welchen Geschäftszweig favorisieren Sie selbst?
»Ich fühle mich beiden Berufsbildern – sowohl der zum Mechaniker, als auch der zum Automobilkaufmann – sehr verbunden. Das spiegelt sich auch in der geschäftlichen Bewertung wider: Zu 50% generieren wir unsere Erträge als Werkstatt und zu 50% als Handelsbetrieb. Heute bin ich natürlich froh über diese Gesamtsituation. Das hat uns auch ermöglicht, dieses Areal rund ums Firmengebäude zu 100% sinnvoll zu bewirtschaften, denn Stell- und Präsentationsflächen sind in der heutigen Zeit ein absoluter Luxus.«

Julia und Torsten Schade tauschen sich kurz über aktuelle Auftragsdetails aus.
Julia und Torsten Schade tauschen sich kurz über aktuelle Auftragsdetails aus.
Parkplätze – soweit das Auge reicht: Ein echter Glücksgriff für die Umsetzung der Geschäftsideen von Torsten Schade.
Parkplätze – soweit das Auge reicht: Ein echter Glücksgriff für die Umsetzung der Geschäftsideen von Torsten Schade.

Wann haben Sie sich entschlossen, AUTOteam plus Markenpartner zu werden?
»Anfangs haben wir anderthalb Jahre lang noch als AUTOteam Werkstatt firmiert. Als dann AUTOteam plus ins Leben gerufen wurde, haben wir es gleich von Beginn an übernommen.«

Und irgendwann kam es dann zum Umzug in die hie- sigen Räumlichkeiten...
»Ursprünglich war hier ein Discounter mit Fleischerei und Backshop ansässig. Im 1.Obergeschoss gab es eine Spielothek mit Bowlingbahn und einer Discothek – wie das in den 90er Jahren seinerzeit recht häufig anzutreffen war.

Dann gab es hier über viele Jahre einen Leerstand, bis es mir und meinem Partner, der nebenan den Kamin- und Ofenbaubetrieb führt, ermöglicht wurde, die Immobilie zu relativ günstigen Konditionen zu erwerben und nach unserem Bedarf umzubauen. Die Bowlingbahn und das Tanzlokal haben wir später auch wieder hergerichtet und vermieten die Lokalitäten für Hochzeiten und Firmenfeiern. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen, und wir haben während der Woche hier unten unsere Ruhe. Die damalige Spielothek wird heute von einem Karateverein genutzt. Im hinteren Bereich hat sich noch eine kleine Firma für Sound- und Mediaeinbauten eingemietet, sodass wir hier auch in diesem Segment sehr gut aufgestellt sind. Uns dient das Objekt heute als ideales zweites Standbein.«

Ob Fahrzeugdiagnose, Lichteinstellplatz oder Reifenservice: Die Werkstatt lässt keine Wünsche offen.
Ob Fahrzeugdiagnose, Lichteinstellplatz oder Reifenservice: Die Werkstatt lässt keine Wünsche offen.

Wie lange ist das jetzt her?

»Wir haben das Grundstück mit Gebäude Ende 2012 gekauft und im April 2013 sind wir hier eingezogen. Un- mittelbar danach – im Sommer 2013 – ereilte uns dann hier die große Flut, als die Elbe über die Ufer trat. Das Hochwasser hat hier alles ringsum absaufen lassen. Glück im Unglück:

Nur unser Betrieb stand wie eine Insel, ohne dass wir irgendwelche Schäden zu beklagen hatten.«

Unschwer zu erkennen: Sie haben alle erforderlichen Neuerungen in Sachen Werkstatt-Equipment bereits getätigt...
»Gott sei Dank brauchten wir für die Vorschriften des Lichteinstellplatzes nicht großartig nachzubessern.«

 

Ihr Betrieb liegt zwar nicht so ganz weit außerhalb, aber auch nicht unbedingt in der City. Verfügen Sie über Werkstattersatzwagen, die Sie Ihren Kunden mitgeben können, solange deren Auto in Reparatur ist?

»Selbstverständlich. Davon machen die Kunden auch regen Gebrauch.«

 

Der Fahrzeughandel ist dann wahrscheinlich Chefsache bei Ihnen?
»Das versteht sich von selbst. Schließlich habe ich dieses Metier ja mal von der Pike auf gelernt. Aufgrund der groß- artigen Möglichkeiten dieses Grundstücks können wir alle zum Verkauf stehenden Fahrzeuge sehr prominent an der vielbefahrenen Hauptstraße bewerben und machen so zu- sätzlich auf unsere Werkstattleistungen aufmerksam.«

 

Dann wünschen wir Ihnen weiterhin viel Erfolg. Und ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit...

Beitrag: H.Malguth

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