Konzeptpartner autoPRO Andreas Bellmann in Eckernförde

25 Jahre als freie Werkstatt erfolgreich

Regelmäßige Personalschulungen und modernste Technologie dienen als Grundvoraussetzungen für eine gute Betriebsauslastung im Urlaubsressort direkt an der Ostseeküste.

Kerstin Berger behält im Büro auch in hektischen Zeiten den Überblick und gute Laune.

Als Andreas Bellmann in jungen Jahren seine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker absolviert, besteht für dessen Vater noch eine gewisse Hoffnung, dass er irgendwann vielleicht doch den väterlichen Busbetrieb übernehmen würde. Früh entwickelt der Junior seine Ideen für eine berufliche Zukunft. Während einer vierjährigen Bundeswehrzeit legt er schließlich noch die Meisterprüfung ab.

Auf dem Betriebsgelände seines Vaters kommt es dann doch noch zur friedlichen Koexistenz, als dieser ihm anbietet, Teilräumlichkeiten des Busbetriebs an ihn abzutreten, damit Sohn Andreas dort am 1.Juli 1995 seine eigene Kfz-Meisterwerkstatt eröffnen kann.

Anderthalb Jahre später hat sich die Auftragslage des Jungunternehmers bereits so erfreulich entwickelt, dass er seinen ersten Mitarbeiter einstellen kann. Bis zum heutigen Tage kann Andreas Bellmann auf ihn zählen,

Silvia und Andreas Bellmann.

denn Peter Grabowski ist für den Betrieb zu einer festen Größe geworden. Dank des andauernden Erfolgs vergrößert sich das Unternehmen in den folgenden Jahren, die Mitarbeiterzahl wächst. Andreas Bellmann investiert in den weiteren Ausbau, neue Bühnenarbeitsplätze, Personal und – für ihn ganz wichtig – Know-how der Mitarbeiter. Seine Frau Silvia ist ihm dabei eine wichtige Unterstützung, die sich als gelernte Bankkauffrau um die administrativen Abläufe im Backoffice kümmert.

Könnten Sie aufgrund Ihrer Herkunft eigentlich auch Busse reparieren?
Rein theoretisch – mach ich aber nicht. Die Räumlichkeiten würden es vielleicht hergeben, aber unser Equipment ist darauf ausgelegt, dass hier nur Pkw, Transporter und Wohnmobile auf die Bühne kommen. Für Busse und andere Großfahrzeuge würde man wiederum zusätzliches Spezialwerkzeug und Bühnen benötigen. Unsere größte Hebebühne ist für 5t zugelassen. Das ist schon ganz ordentlich und sollte für uns genügen.

Wie lange firmieren Sie als autoPRO?
Das sollten jetzt anderthalb Jahre sein.

Engagieren Sie sich auch auf dem Ausbildungssektor?
Ja, aktuell beschäftigen wir einen Auszubildenden im 2.Jahr, nachdem es zwischenzeitlich auch schon mal eine längere Pause gegeben hat. Und wir können zudem auf eine repräsentative Frauenquote verweisen. So werden sich zwei Mütter mit Kindern demnächst im Büro eine Vollzeitstelle teilen. In der Werkstatt verstärken wir uns in Kürze ebenfalls noch mit einer fachlich versierten Kollegin.

In der Werkstatt darf’s auch schon mal hoch hinaus gehen. In früheren Zeiten dienten die heiligen Hallen als Unterstellmöglichkeit für Reisebusse.

Sie selbst sind – wie wir erfahren haben – ausgebildeter Kfz-Meister. Beschäftigen Sie weitere Meister?
Ja, sogar deren zwei, wobei der eine – mein langjähriger Mitarbeiter der ersten Stunde – mit Meistertitel aktiv in der Werkstatt tätig ist.

Verzeichnen Sie aufgrund Ihrer unmittelbaren Nähe zur Küste eine höhere Kundenfrequenz mit Reisemobilen?
Dadurch, dass wir jetzt nicht direkt an der Hauptstraße zu finden sind, eher nicht. Aber ich betreibe sehr aktiv Werbung in den sozialen Medien und bin auf Google sehr weit oben positioniert. D. h. wenn jemand die entsprechenden Schlagwörter eingibt, sind wir als Werkstatt mit guten Bewertungen immer ganz weit vorne mit dabei!

Spüren Sie, dass durch die derzeitigen Werbemaß- nahmen (YouTube-, Kino- und TV-Spots) für die Plattform www.autoservice.com die Aufmerksamkeit für Sie als freie Werkstatt wächst?
Das lässt sich im Einzelfall so nicht messen, aber wir sind natürlich froh, wenn beispielsweise unsere favorisierte Werkstattmarke autoPRO durch diese Aktionen an Popularität gewinnt, weil wir ein Teil dieser Marke sind.

Wie hat sich Corona auf Ihr Tagesgeschäft ausgewirkt?
Die Werkstatttätigkeit musste erheblich zurückgefahren werden. Dabei lag unsere Auslastung lediglich bei 50%. Anfang Mai haben wir dann Kurzarbeit angemeldet. Mittlerweile tendieren wir schon wieder in Richtung 75 bis 80% mit weiterhin steigender Nachfrage, sodass wir hoffen, in den nächsten Wochen zur Normalität zurückkehren zu können.

Technisch up to date: Moderne 3D-Achsvermessung.
Der gesicherte Schlüsselbriefkasten ermöglicht die Auftragsannahme auch außerhalb der Öffnungszeiten.

In den vergangenen Wochen habe ich vereinzelt mit Stammkunden gesprochen, die mir berichtet haben, dass beispielsweise der TÜV am Fahrzeug seit drei, vier Monaten überfällig ist. Da man sich aber in Kurzarbeit befände und nur kurze private Besorungsfahrten erledige, würde man warten, bis das Auto wieder für den Weg zum Arbeitsplatz benötigt würde.

Durch diese und ähnliche Schilderungen befürchte ich allerdings, dass sich bei diesen Kundenfahrzeugen im zweiten Halbjahr ggfs. Standschäden bemerkbar machen – an den Reifen, an den Bremsen und dergleichen mehr. Aber letztlich liegt es natürlich im Ermessen der Fahrzeughalter, ob sie dieses Risiko bewusst in Kauf nehmen oder aus finanziellen Überlegungen sogar müssen. Somit rechnen wir gegen Ende des Jahres damit, dass sich für uns als Werkstatt wieder deutlich höhere Drehzahlen ergeben werden.

Bevorzugen Sie gewisse Fahrzeugfabrikate für Ihre Werkstatt?
Im Grunde sind uns sämtliche Herstellermarken willkommen. Allerdings beabsichtigen wir, uns in den kommenden Monaten doch mehr zu spezialisieren – und zwar auf alle Modelle des VW Konzerns – also VW, Audi Seat, Skoda. Dafür werden noch weitere Investitionen notwendig, die wir in Kürze realisieren möchten.

Beobachten Sie in Region eine auffällige Häufigkeit von Schäden – entweder an der Antriebstechnolgie, Karosserie oder an einem bestimmten Fahrzeugmodell?
Andreas Bellmann antwortet mit einem breiten Grinsen: Gut, dass Sie darauf zu sprechen kommen. Da registrieren wir tatsächlich eine regionale Auffälligkeit: Marderschäden. Man hat mir sogar schon scherzhaft unterstellt, dass sich meine private Marderzucht offenbar zu amortisieren beginne. Das ist natürlich ein Spaß und nicht die Ursache des Problems, dem sich aktuell bereits etliche Kunden stellen müssen.

Wir verzeichnen eine steigende Frequenz an Marderschäden im Motorraum. Die Tierchen haben sich offenkundig schon bis über die dänische Grenze hinaus durchgefressen.

Daher gehört es für mich zum Standardprogramm, unsere Kunden darauf einzuschwören und entsprechende Marderabwehrsysteme anzubieten.

Früher nannte man organisierte Diebesbanden auch Automarder. Das hat wohl daher seinen Ursprung... Jetzt nochmal zum Thema Schulungen:
Wie oft entsenden Sie Mitarbeiter Ihres Teams in die entsprechenden Lernorte?
Schon recht häufig – wenngleich in Corona-Zeiten auch viele Lehrgänge abgesagt worden sind. Aber wenn es um für uns um wichtige Schwerpunktthemen geht, schließen wir den Betrieb auch schon mal komplett, um gemeinsam an einer Fortbildung teilzunehmen. Dadurch erreicht man die höchste Effizienz und der Wissensstand ist bei allen Mitarbeitern identisch.

Das hört man wirklich selten. Wie kommt das bei den Kunden an?
Wichtig ist die rechtzeitige Kommunikation. Dazu bedienen wir uns überwiegend der sozialen Medien wie Facebook und Internet. Komplettiert wird das dann durch entsprechende Aushänge, dem Besprechen des Anrufbeantworters oder einen Hinweis auf der Website.

Da die Lehrgänge häufig in der Nähe stattfinden, brauchen wir den Betrieb oftmals nicht ganztägig zu schließen. Aber wie schon erwähnt – es dient im Endeffekt unseren Kunden, wenn das Team über die neuesten Technologien Bescheid weiß und schnelle Hilfe leisten kann.

Eine ambitionierte Philosophie, Herr Bellmann. Damit wünschen wir Ihnen in Zukunft bleibenden oder – besser noch – wachsenden Erfolg!

Der Austausch von Bremsflüssigkeit ist ein wichtiges Servicemerkmal.

Beitrag: H.Malguth

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