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STUDIE: WO UND WANN KRACHT ES IN DEUTSCHLAND AM HÄUFIGSTEN?

Die Bundesbürger fahren trotz steigender Spritpreise und Abgasskandal nach wie vor gern und viel Auto. In der Bundesrepublik sind allein 46,5 Millionen Personenkraftwagen zugelassen, mit steigender Tendenz. Ebenso wie die Anzahl der Fahrzeuge nimmt auch die Anzahl der Blechschäden zu. Welche Fahrzeugmarken am meisten in Unfälle verstrickt sind und in welchen Regionen es am meisten kracht lesen Sie hier.

Die Generali-Versicherung hat kürzlich mit dem aktuellen ‚Karambolage-Atlas 2018‘ eine umfangreiche Untersuchung auf Basis von 700.000 Schadensfällen aus den Jahren 2015 und 2017 in Deutschland vorgelegt. Daraus geht hervor, dass es in Deutschland relativ häufig kracht. So hatte beispielsweise im Jahr 2017 mehr als jeder neunte Fahrzeughalter einen Kfz-Schaden aufgrund eines Unfalls zu verzeichnen, die Kosten lagen dabei durchschnittlich bei 2.300 Euro. Die gute Nachricht: Die Zahl der Personenschäden hat abgenommen. „Dank verbesserter Technik und zahlreicher Sicherheitssysteme werden nur bei 3,9 Prozent aller Unfälle tatsächlich auch Personen verletzt“, so Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement GmbH.

Studie: Wo und wann kracht es in Deutschland am häufigsten?
Studie: Wo und wann kracht es in Deutschland am häufigsten?

Mercedes- und BMW-Fahrer häufiger in Unfälle verwickelt

Aus dem ‚Karambolage-Atlas‘ geht zudem hervor, dass Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz mit 5,4 Haftpflicht-Schäden pro Jahr (je 100 Versicherte) besonders häufig in Unfälle verwickelt sind. Platz 2 belegt die Marke BMW mit 5,2 Schäden. Scheinbar vorsichtiger sind offenbar Fahrer der Marken Fiat und Skoda unterwegs. Die -Schadenshäufigkeit liegt bei beiden Marken nur bei 4,6 Prozent.

Generali-Karambolage-Atlas 2018: Häufiger kracht es in Deutschland bei PS-starken Fahrzeugen. Die Anzahl an Personenschäden ist hingegen zurückgegangen.
Generali-Karambolage-Atlas 2018: Häufiger kracht es in Deutschland bei PS-starken Fahrzeugen. Die Anzahl an Personenschäden ist hingegen zurückgegangen.

Immer mehr Power

Laut Kraftfahrtbundesamt steigt auch die Leistung neu zugelassener Fahrzeuge immer weiter an. Sie liegt aktuell im Schnitt bei mehr als 150 Pferdestärken. Der ‚Karambolage-Atlas‘, belegt, dass mehr Leistung auch mit einer höheren Schadenhäufigkeit einhergeht. Eher schwächer motorisierte Fahrzeuge, mit maximal 75 PS, kommen lediglich auf eine Schadenhäufigkeit von sechs Prozent. Dagegen kommen Autos mit 250 bis 300 Pferdestärken auf 19,9 Prozent! Durchschnittlich hat also rund jedes fünfte der PS-starken Fahrzeuge mindestens einen Schaden pro Jahr.

Mehr Menschen, mehr Autos, mehr Unfälle

Je mehr Menschen auf engem Raum zusammen leben, desto höher liegt auch die Schadenhäufigkeit. Durchschnittlich erreicht der Wert in Deutschland 11,7 Prozent pro Jahr (je 100 Versicherte). Dabei führt die Stadt Berlin mit einem Wert von 15,5 Prozent, dicht gefolgt von den Hamburg (15,4 Prozent) und Bremen (13,5 Prozent) die Rangliste an. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg liegt die Schadenhäufigkeit nur bei 10,8 Prozent.

Regionale Unfallhäufigkeit nach Bundesländern.
Regionale Unfallhäufigkeit nach Bundesländern.
Regionale Unfallhäufigkeit nach Landkreisen.
Regionale Unfallhäufigkeit nach Landkreisen. Grafik: Generali Deutschland

Alte Klischees greifen nicht!

Wer sind die besseren Autofahrer – Frauen oder Männer? Der Generali-Karambolage-Atlas zeigt: Die Schadenhäufigkeit der Geschlechter unterscheidet sich nur geringfügig. Bei Männer liegt der Wert bei 11,4 Prozent, bei Frauen bei 12,5 Prozent.

Was darüber hinaus überrascht. Die meisten Schäden passieren nicht im Winter, sondern in den Sommermonaten von Mai bis August. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Fahrer in den kalten und dunklen Monaten vorsichtiger unterwegs sind. In den wärmeren Monaten scheint es auf Deutschlands Straßen – möglicherweise bedingt durch die Ferien und die Motorradsaison – hektischer zuzugehen“, so Stoffels. 

Mit den Ergebnissen des Karambolage-Atlas kann auch mit dem Vorurteil der Sonntagsfahrer aufgeräumt werden: Während der Woche ist das Schadenrisiko am Donnerstag mit 16,7 Prozent und Freitag 16,6 Prozent am höchsten. An Sonntagen verringert sich die Anzahl der Schadenfälle. Sie liegt lediglich bei 8,3 Prozent.

Beitrag: Georg Blenk, Krafthand Medien

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